Derzeit wird viel über Klimaveränderungen und den Treibhauseffekt diskutiert. Dürre, Waldbrände, Stürme, Erdrutsche, Gletscherschmelze, Überschwemmungen und Flutwellen sind sichere Anzeichen dafür, dass sich unser Planet in einem Wandel befindet.
Klimaforscher aus aller Welt sind sich darüber einig, dass Schwankungen der Temperatur und des Wetters auch in früheren Jahrtausenden zum Geschehen auf der Erde gehört haben. Beunruhigt ist man jedoch über die Rasanz der klimatischen Veränderungen in den letzten Jahren.
Es ist derzeit nicht genau vorauszusehen, wie sich das globale Klima effektiv ändern und welche konkreten Folgen dies für Mensch und Tier nach sich ziehen wird. Am Beispiel der Eisbären in der Arktis kann man jedoch aufzeigen, dass der Wandel des dortigen Klimas eine Kette von Reaktionen hervorruft, die diese sensible Spezies stark bedroht.
Eisbären sind - wie ihr Name bereits verrät - vom Eis abhängig. Der Klimawandel in der Arktis und auch die besorgniserregende Menge an Umweltgiften, welche die Tiere über ihre Nahrung aufnehmen, sind gravierende und akute Bedrohungen. Eisbären stehen als Raubtiere am Ende der Nahrungskette. Dadurch besitzen sie eine Schlüsselrolle im Kreislauf des ökologischen Gefüges.
Treibeisfelder in der Arktis, sind in den letzten Jahren rar geworden. Dies hat zufolge, dass es um die Konstitution der Tiere nicht besonders gut steht, da sich durch das Schwinden des Eises zwangsläufig die Nahrungsbeschaffung schwieriger gestaltet.
Im Frühling schmilzt das Eis immer früher und im Herbst bildet es sich zusehend später. Die Eisbären können sich deutlich weniger der notwendigen Fettreserven anfressen.
Dies lässt die Sterblichkeitsrate der Jungtiere enorm ansteigen. Durch den Nahrungsmangel gelangen auch immer mehr Tiere in eine Abhängigkeit der Nahrungsbeschaffung in menschlicher Nähe. Zunehmend werden Eisbären in menschlichen Siedlungen dabei beobachtet, wie sie sich am Müll und den Vorräten der Bewohner bedienen.
Sehr bedeutsam als Nahrungsquelle für Eisbären sind die Ringelrobben. Ringelrobben, bringen ihre Jungen häufig in Eishöhlen zur Welt. Durch die globale Erwärmung und den vermehrten Niederschlag stürzen diese Eishöhlen immer öfter ein. Somit ist die Ringelrobbe ebenfalls ein jetzt schon feststellbares Opfer der klimatischen Veränderungen.
Auch der immer später einsetzende Winterregen beeinflusst die Überlebenschancen für Eisbären. Jahreszeitliche Verschiebungen durch geändertes Wander- und Geburtsverhalten birgt zusätzlich Gefahren. Ohne Eis werden Eisbären nicht überleben.
Es wird zu allererst die neu geborenen Tiere treffen, da die Bärenmütter durch den Nahrungsmangel noch weniger Nachwuchs bekommen werden oder für die Neugeborenen nicht genügend Muttermilch produzieren können.
Die Luft und das Wasser transportieren erhebliche Mengen an Schadstoffen in die nördlichen Gebiete. Durch die Nahrungskette gelangen diese letztendlich in die Eisbären und lagern sich im Gewebe ab. Schwere Gen-Defekte und Krankheiten werden immer häufiger registriert.
Auch bei den menschlichen Bewohnern der nordpolaren Gegenden sind Giftstoffablagerungen in wesentlich höheren Mengen als beispielsweise bei Europäern vorzufinden.
Infos über Eisbären:
Eisbären wiegen zwischen 300- 500 kg. Zu Beginn des Winterschlafes können sie sogar bis zu 700 kg und mehr wiegen.
Eisbären haben kein festes Revier. Sie streifen jeden Tag umher und lassen sich oft auf Eisschollen über das Meer treiben.
Eisbären sind Einzelgänger
Eisbären halten einen vier Monate andauernden Winterschlaf. In dieser Zeit nehmen sie keine Nahrung zu sich. Sie leben von ihren Fettreserven.
Eisbärenweibchen halten ihren Nachwuchs zwei Jahre lang bei sich. In dieser Zeit bekommen die Jungtiere alles Überlebenswichtige beigebracht.
Eisbären sind sehr schnell. Sie können eine Geschwindigkeit von etwa 40 km/h erreichen.
Eisbären werden ungefähr 20 Jahre alt.
Durch das Abschmelzen des Eises an den Polen ändert sich der Salzgehalt im Meer. Im Wasser rund um Nord- und Südpol nimmt der Salzgehalt ab. In tropischen Gewässern hingegen steigt der Salzgehalt durch vermehrte Verdunstung stark an. Es wird von vielen Experten angenommen, dass sich zukünftig Meeresströmungen durch den Klimawandel ändern könnten.
Dies hätte fatale Konsequenzen für alles Leben auf der Erde.
Die globale Erwärmung der Meere hat bereits dazu geführt, dass unter anderem einige Fischpopulationen in nördlichere Seegebiete abgewandert sind. Eine zwangsläufige Schieflage der Nahrungskette ist die Folge.
Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts sind die Meere weltweit um mehrere Zentimeter angestiegen. Dieser Trend wird sich laut diversen Prognosen fortsetzen. Für die Küstengebiete ist solch eine Entwicklung fatal. Länder wie Indien, die Philippinen, die Niederlande oder Dänemark, in denen ein Großteil der Bevölkerung direkt am Meer lebt werden dies als Erste spüren.
Wie soll es weitergehen?
Klimaforscher haben festgestellt, dass in den letzten 100 Jahren die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis um etwa 5 Grad Celsius angestiegen ist. Es muss jetzt Schluss mit der Debatte gemacht werden, ob ein Klimawandel auf uns zukommt, denn wir stecken bereits mittendrin.
Jetzt geht es darum, was wir tun können, nein tun müssen, um eine Änderung herbeizuführen. Wenn nicht schnell gehandelt wird, ist unser Planet bald nicht mehr wieder zu erkennen.
In vielen Ländern der Welt hat man bereits zugegeben, dass eine durch Treibhausgase erzeugte globale Erwärmung Realität ist und dass man sich für eine starke Verringerung der Emissionen einsetzen muss. Die USA, als weltweit größter Verursacher von Treibhausgasen, teilt diese Ansicht scheinbar jedoch nicht. Die derzeitige Regierung unter George W. Bush beabsichtigt nicht, das Kyoto - Klimaschutzprotokoll zu ratifizieren.
Im Zuge der verheerenden Hurricanes der letzten Jahre in den USA wurden nun Stimmen laut, die von der Rache der Natur an den Verfehlungen der amerikanischen Politik sprachen. Von den globalen Klimaänderungen sind die verschiedensten Bereiche betroffen. Auch diverse Krankheiten könnten sich durch einen Klimawandel ausbreiten.
In den vergangenen Jahren haben auch in Deutschland und Europa extreme Geschehnisse, wie Überflutungen, Stürme und Dürre Milliarden Euro an Schaden verursacht.
Energie- Das Schlüsselwort
Seit dem Beginn des industriellen Zeitalters stieg der Verbrauch von fossilen Brennstoffen rapide an. Durch die Verbrennung von Gas, Kohle und Erdöl gelangen gigantische Mengen Kohlendioxid sowie weitere Treibhausgase in die Atmosphäre. Vor allem die Industrienationen sind für den Verbrauch von Energie verantwortlich. Aber auch Entwicklungsländer und der stetige Anstieg der Weltbevölkerung leisten ihren Anteil daran.
Vor 200 Jahren bevölkerte etwa 1 Milliarde Menschen die Erde. Zu Beginn des 2. Weltkrieges gab es etwa halb so viel Menschen auf der Erde wie heute. Derzeit leben 6 ½ Milliarden Menschen auf unserem Planeten. Tendenz: Stark ansteigend!
Was können Sie tun?
Es gilt, Energie einzusparen. Ein Jeder kann seinen Anteil dazu beisteuern.
Hierzu einige Beispiele:
- Müll vermeiden
- Recycling von Rohstoffen fördern
- Umweltbewusst Bauen und Renovieren
- Überflüssigen Flugverkehr vermeiden
- Regenerative Energien fördern
- Bilden Sie Fahrgemeinschaften
- Sparen Sie Strom im Haushalt
Aktiver Umweltschutz - ist Tierschutz - ist Menschenschutz...